Particify Alternative: zwei quelloffene Werkzeuge, ehrlich verglichen
Hier fällt das übliche Argument weg — und das sagen wir gern. Particify ist quelloffen, kommt aus Gießen, speichert nach eigener Angabe auf Servern in Deutschland und lässt Teilnehmende ohne Konto per Raumnummer beitreten: genau die Haltung, für die es omul gibt. Wir finden Particify richtig gut. Da baut ein Team in Deutschland seit Jahren ernsthafte Software, hält sie offen und macht sie an Hochschulen zum Standard — Chapeau. Wer sich für Particify entscheidet, hat gut entschieden, und wir sind Fan davon. Wer zwischen beiden wählt, entscheidet deshalb nicht über Datenschutz und nicht über Self-Host gegen SaaS. Dieser Vergleich stellt die gehosteten Dienste gegeneinander: wie viele Frageformate du brauchst, ob 200 Teilnehmende reichen, und ob du SSO, LMS und Moderation brauchst — Dinge, die Particify hat und omul nicht.
Keine Kreditkarte · Self-Hosting kostenlos · Open Source (AGPLv3)
- Beide quelloffen
- Ja — kein Unterschied
- Gratis-Tarif
- 200/Raum · omul: kein Limit
- Frageformate
- 4 Bereiche · omul: 10
- Sitz
- Gießen, Server in DE
Kurz beantwortet
Lohnt sich der Wechsel von Particify?
Particify ist ein quelloffenes Audience-Response-System der Particify GmbH aus Gießen, hervorgegangen aus ARSnova an der Technischen Hochschule Mittelhessen; der gehostete Dienst läuft nach Anbieterangabe auf Servern in Deutschland, und Teilnehmende treten mit einer achtstelligen Raumnummer ohne Konto bei. Gegenüber omul teilen sich beide Quelloffenheit, EU-Datenhaltung, Self-Hosting und den kontenfreien Beitritt — dieser Vergleich stellt deshalb die gehosteten Dienste gegeneinander, nicht Self-Host gegen SaaS. Particify Free kostet 0 € und erlaubt 200 Teilnehmende pro Raum; Pro kostet 12 € pro Account und Monat für Bildungseinrichtungen bzw. 18 € für Unternehmen, jährlich abgerechnet, zzgl. MwSt., ab fünf Accounts; Campus bzw. Enterprise gibt es auf Anfrage. omuls gehostetes Free hat kein Teilnehmer-Limit; Pro steht mit 19 € pro Workspace und Monat auf der Preisseite, ist aber eine Warteliste, weil die Abrechnung noch gebaut wird. Particify nennt vier Bereiche (Umfragen, Quiz, Live-Q&A, Live-Feedback), omul legt Ranking, 2×2-Matrix, Punkte-Verteilung, Schätzfragen und Pin-aufs-Bild dazu. Umgekehrt hat Particify eine LMS-Anbindung, SSO über Shibboleth, CAS und LDAP, moderiertes Q&A und eine Verankerung an deutschen Hochschulen, die omul nicht hat.
Läuft produktiv bei HyHyve-Events
Als Teil des HyHyve-Ökosystems wird omul live auf echten Events eingesetzt — genutzt von Teams aus Unternehmen wie diesen.
Entscheidungshilfe
Particify oder omul — was passt zu dir?
Beide Werkzeuge machen dasselbe Publikum sichtbar. Die Wahl hängt an vier Dingen: wo die Daten liegen dürfen, wie viele Menschen präsentieren, wie groß die Räume sind und in welcher Software du ohnehin schon steckst.
Nimm Particify, wenn …
- du an einer Hochschule arbeitest. Particify ist der ARSnova-Nachfolger, hat eine LMS-Anbindung und ist an deutschen Hochschulen etabliert — omul hat davon nichts.
- SSO über Shibboleth, CAS oder LDAP gefordert ist. Particify bietet das im Campus-Tarif und im Dienstleistungspaket an, omul hat noch gar kein SSO.
- du eine betreute Instanz willst, aber in Deutschland: Particify installiert und wartet sie auf eigenen Servern und übernimmt Monitoring und Branding.
- dein Raum unter 200 Teilnehmende bleibt und du Moderation brauchst. Dann kostet Particify 0 €, gehostet, mit unbegrenzt vielen Räumen und Fragenserien — omuls gehostetes Free ist ebenfalls 0 €, aber ohne Moderation. Diesen Vergleich gewinnt Particify auf den Funktionen, nicht auf dem Preis.
- Umfragen, Quiz, Q&A und Live-Feedback reichen — für viele Lehrveranstaltungen tun sie das.
Nimm omul, wenn …
- du Formate brauchst, die Particify nicht nennt — Ranking, 2×2-Matrix, Punkte-Verteilung, Schätzfragen mit Toleranz, Pin-aufs-Bild.
- die Auswertung nach einer früheren Frage aufgeschlüsselt werden soll; omul kann das, ohne dass es einen Tarif dafür gibt.
- kein Teilnehmer-Limit in den gehosteten Tarif gehören soll. Particify deckelt bei 200, 500 und 1.000 pro Raum; omul setzt keines.
- dir ein flacher Workspace-Preis lieber ist als fünf Pflicht-Accounts: omul Pro steht mit 19 € pro Workspace und Monat auf der Preisseite — geplant, noch nicht kaufbar.
- dir die Lizenz eindeutig sein muss: omul liegt vollständig unter AGPLv3.
Gegenüberstellung
omul und Particify, Kriterium für Kriterium
Jede Zeile ist ein Kriterium, das in einer echten Beschaffung auftaucht — zuerst die Antwort von Particify, dann die von omul. Alle Angaben zu Particify stammen von den Seiten, die unten unter „Quellen“ mit Datum stehen.
| Kriterium | Particify | omul |
|---|---|---|
| Quelltext einsehbar | Ja, auf GitLab — Web-Client MIT, für den Server erkennt GitLab kein Lizenzdokument | Ja, vollständig unter AGPLv3 |
| Auf eigener Infrastruktur betreibbar | Ja, per Docker Compose | Ja, ein Container |
| Wo die Daten liegen | Gehostet: Server in Deutschland, Anbieter Particify GmbH, Gießen | EU-Hosting |
| Beitritt ohne Teilnehmer-Konto | Ja, achtstellige Raumnummer | Ja, sechsstelliger Code, Link oder QR |
| Teilnehmende pro Raum | 200 (Free), 500 (Pro), 1.000 (Campus) — Räume und Fragenserien unbegrenzt | Kein Anbieter-Limit |
| Frageformate | Umfragen (u. a. Likert, Wortwolke), Quiz, Live-Q&A, Live-Feedback | Dazu Ranking, 2×2-Matrix, Punkte-Verteilung, Schätzfragen mit Toleranz, Pin-aufs-Bild |
| Auswertung nach früherer Frage aufschlüsseln | Nicht als Funktion ausgewiesen | Enthalten |
| SSO (Shibboleth, CAS, LDAP) | Ab Campus bzw. Enterprise, Preis auf Anfrage | Auf der Roadmap; heute E-Mail und Passwort |
| LMS-Anbindung | Moodle, ILIAS, Stud.IP ab Campus; Connector im Quelltext-Projekt | Keine |
| Fragen moderieren | Ja, schon im Gratis-Tarif: Moderation von Umfragen und Q&A | Sammeln und Bewerten durch das Publikum ja, Freigabe vor der Anzeige nicht |
| Was bei Inaktivität passiert | Gasträume werden nach einem halben Jahr Inaktivität automatisch gelöscht | Keine automatische Frist; du löschst selbst, sofort und vollständig |
| Preise (gehostet) | Free 0 €; Pro 12 € (Bildung) bzw. 18 € (Unternehmen) je Account und Monat, jährlich, ab 5 Accounts; Campus auf Anfrage | Free 0 €, kein Limit; Pro 19 €/Workspace/Monat auf der Warteliste — Abrechnung im Aufbau |
| Datenexport | Als Funktion ausgewiesen, im gehosteten Dienst laut Preisseite ab Pro | Tabelle und PDF, in jeder Variante |
| Eigenes Logo und eigene Farben | Ab Campus bzw. Enterprise, auf Anfrage — oder als Anpassung im Dienstleistungspaket | White-Label ab Pro (Warteliste); im Free-Tarif omul-Branding auf dem Join-Screen |
Im Detail
Die Unterschiede, ausargumentiert
Wo liegt der Unterschied überhaupt, wenn beide quelloffen sind?
Particify
Nirgends, wo dieser Vergleich sonst liegt — und das gehört an den Anfang. Particify ist quelloffen, die Particify GmbH sitzt in Gießen, der gehostete Dienst speichert nach eigener Angabe auf Servern in Deutschland, und Teilnehmende treten ohne Konto bei. Wer eine Alternative zu einem US-Anbieter sucht, hat mit Particify bereits eine gefunden. Es ist der ARSnova-Nachfolger aus der Technischen Hochschule Mittelhessen, und deutsche Hochschulen haben es genau deshalb eingeführt.
omul
omul teilt jede dieser Eigenschaften, also argumentiert diese Seite nicht damit. Und weil das gerne unter den Tisch fällt, hier ausdrücklich: Wir finden Particify gut. Quelloffene Software aus Deutschland, seit Jahren gepflegt, an Hochschulen im echten Betrieb — davor ziehen wir den Hut, und wer sich dafür entscheidet, hat unsere volle Zustimmung. Was bleibt, ist ein Vergleich zweier gehosteter Dienste: die veröffentlichten Tarife, die Frageformate, und das, was Particify kann und omul nicht — SSO, LMS, Moderation, die Verankerung an Hochschulen. Beides steht unten mit Quelle. Self-Hosting können beide; es ist nicht die Spalte, in der omul hier rechnet.
particify.de/en/services, geprüft am 08.09.2026
Welche Frageformate hat Particify?
Particify
Particify gliedert das Produkt in vier Bereiche: Umfragen, Quiz, Live-Q&A und Live-Feedback. Für die Umfragen nennt die Unterseite zu Umfragen wörtlich „Frageformate wie Likert für Evaluationen oder Wortwolke für Brainstormings“ und als Darstellungen Balkendiagramme, Wortwolken und Textlisten. Das deckt den Kern der Lehre ab, und der Live-Feedback-Bereich — ein Stimmungsbild in Sekunden — ist eine eigene Idee, die andere Werkzeuge so nicht haben.
omul
omul deckt denselben Kern ab und legt fünf Formate dazu, die Particify nicht ausweist: Ranking, eine 2×2-Matrix mit frei beschrifteten Achsen, die Verteilung von 100 Punkten auf Optionen, Schätzfragen mit Referenzwert und Toleranz, und das Setzen einer Markierung auf ein Bild. Dazu die Segmentierung: eine Auswertung nach einer früheren Frage aufschlüsseln. Ob das zählt, hängt an deinem Format — für eine Vorlesung mit Verständnisfragen nicht, für einen Strategie-Workshop schon.
particify.de/de/features/umfragen, geprüft am 08.09.2026
Was kann Particify, das omul nicht kann?
Particify
Drei Dinge, und sie wiegen. Particify bietet die Anbindung an Single-Sign-On-Systeme wie Shibboleth, CAS oder LDAP an — genau die Verfahren, mit denen sich Hochschulen anmelden; im gehosteten Dienst gehören SSO und die LMS-Anbindung an Moodle, ILIAS und Stud.IP zum Campus- bzw. Enterprise-Tarif, der auf Anfrage kalkuliert wird, im Quelltext-Projekt liegt der LMS-Connector offen. Und das Q&A wird laut Anbieter moderiert und priorisiert dargestellt — die Moderation ist sogar schon im Gratis-Tarif enthalten. Dazu kommt etwas, das sich nicht bauen lässt: Particify ist der ARSnova-Nachfolger und an deutschen Hochschulen bereits eingeführt.
omul
omul hat keines davon. SSO steht auf der Roadmap und ist nicht gebaut, eine LMS-Anbindung gibt es nicht, und der Q&A-Layer sammelt Fragen und lässt das Publikum sie bewerten, sodass die wichtigsten nach oben rücken — freigeben, bevor sie erscheinen, kann man sie nicht. Wenn dein Kursbetrieb an Shibboleth oder an Moodle hängt, ist das kein knapper Vergleich — dann ist Particify das passende Werkzeug.
particify.de/en/services, geprüft am 08.09.2026
Unter welcher Lizenz steht Particify?
Particify
Die Antwort ist uneinheitlicher, als man erwartet. Für den Web-Client weist GitLab die MIT-Lizenz aus. Für den Server — das Repository mit Core, Authz, Comments, Websocket und Formatting — erkennt GitLab kein Lizenzdokument, und die README sagt nur, ARSnova sei „released under an open-source license“, ohne sie zu benennen. Das ist keine Anschuldigung: Der Quelltext ist öffentlich, das Projekt ist aktiv, und wer genaue Auskunft über seine Rechte braucht, bekommt sie sicher auf Nachfrage. Es ist schlicht eine Frage mehr, die du stellen musst.
omul
omul liegt vollständig unter der AGPLv3, in einer Datei im Wurzelverzeichnis. Das ist ein anderer Handel als MIT: Die AGPLv3 verlangt, dass wer eine veränderte Fassung als Dienst anbietet, deren Quelltext offenlegt. Wer sein Werkzeug verändern und die Änderung für sich behalten will, ist mit MIT freier; wer will, dass jede gehostete Abwandlung offen bleibt, ist mit der AGPLv3 richtig.
gitlab.com/particify/dev/foss/arsnova-server, geprüft am 08.09.2026
Was kostet der gehostete Dienst?
Particify
Particify veröffentlicht Listenpreise, und zwar zwei Listen: eine für Bildungseinrichtungen und eine für Unternehmen. Free kostet 0 € und bringt 200 Teilnehmende pro Raum mit, dazu unbegrenzt viele Räume und Fragenserien und die Moderation von Umfragen und Q&A — das ist ein Gratis-Tarif, der eine echte Lehrveranstaltung trägt, und er ist heute kaufbar. Pro kostet 12 € pro Account und Monat für Bildungseinrichtungen und 18 € für Unternehmen, jeweils jährlich abgerechnet und zzgl. MwSt., hebt auf 500 Teilnehmende pro Raum und bringt Ergebnis-Export, kollaboratives Arbeiten und das Particify Overlay. Pro gibt es allerdings erst ab fünf Accounts: Die kleinste Pro-Rechnung liegt damit bei 720 € im Jahr in der Bildung und 1.080 € im Unternehmen, auch wenn nur eine Person präsentiert. Campus (Bildung) und Enterprise (ab zehn Accounts) heben auf 1.000 Teilnehmende und bringen Branding, SSO und die LMS-Anbindung — Preis auf Anfrage. Eine Regel aus den Nutzungsbedingungen ist für Gelegenheitsnutzer wichtiger als jeder Preis: Ein Gastzugang wird samt aller erstellten Räume nach einem halben Jahr Inaktivität automatisch gelöscht, und auch registrierte Konten kann Particify nach einem halben Jahr Inaktivität löschen — mit zwei Wochen Vorankündigung.
omul
omuls gehostetes Free kostet 0 € und setzt kein Teilnehmer-Limit; Pro steht mit 19 € pro Workspace und Monat auf der Preisseite — flach, unbegrenzt viele Vortragende — und ist eine Warteliste, weil die Abrechnung noch gebaut wird. Solange das so ist, läuft die Cloud vollständig kostenlos: das ist eine Lücke, kein Preisvorteil, und wer heute einen Bezahltarif kaufen will, kann das bei Particify und nicht bei omul. Unter 200 Teilnehmenden pro Raum sind beide gehosteten Gratis-Tarife 0 €; diesen Vergleich entscheidet nicht der Preis, sondern die Moderation, die Particify mitbringt und omul nicht. Darüber liegen die Listenpreise für fünf Lehrende bei 720 € im Jahr gegen 228 € geplant für einen omul-Workspace — und SSO oder eine LMS-Anbindung bekommst du bei omul für kein Geld, weil es sie nicht gibt.
particify.de/de/preise, Bildung und Unternehmen, geprüft am 08.09.2026
Keine Kreditkarte · Self-Hosting kostenlos · Open Source (AGPLv3)
Was es kostet
Ein gerechnetes Beispiel: omul gegen Particify
Beide Spalten sind SaaS. Particifys Listenpreise für Bildungseinrichtungen vom 08.09.2026, netto; omuls geplante Workspace-Preise von der eigenen Preisseite. Self-Hosting kommt in dieser Rechnung nicht vor.
SzenarioEin Institut mit fünf Lehrenden, die eigene Veranstaltungen halten. Die Räume werden regelmäßig größer als 200 Teilnehmende. Beide Seiten sind der gehostete Dienst.
| Szenario | Particify | omul |
|---|---|---|
| Vortragende | 5 Accounts | 1 Workspace |
| Nötiger Tarif | Pro (12 €/Account/Monat) | Pro (19 €/Workspace/Monat) |
| Mindestabnahme | 5 Accounts | keine |
| Listenpreis | 720 €/Jahr | 228 €/Jahr geplant |
| Teilnehmende pro Raum | 500 (Free: 200) | kein Tarif-Limit |
| Ergebnis-Export | ab Pro enthalten | enthalten |
| SSO und LMS | erst ab Campus, auf Anfrage | nicht verfügbar |
| Heute kaufbar | ja | nein — Warteliste |
| Pro Jahr | 720 € | 228 € geplant |
Particify-Preise netto, laut particify.de/de/preise am 08.09.2026: Pro 12 € pro Account und Monat, jährliche Abrechnung, ab fünf Accounts — für Unternehmen gilt die zweite Preisseite mit 18 €, also 1.080 € im Jahr. omul Pro 19 € pro Workspace und Monat steht auf /preise; 228 € sind zwölf Monate dieses Listenpreises, und die Abrechnung dafür wird gerade gebaut — auf der Preisseite steht eine Warteliste, kein Kaufknopf. Die Cloud ist deshalb heute kostenlos; das ist eine Lücke, kein Preis, und steht deshalb nicht in der Summe. Bleiben die Räume unter 200 Teilnehmenden, kosten beide gehosteten Gratis-Tarife 0 €, und Particify gewinnt dann auf der Moderation. Die Zeile zu SSO und LMS entscheidet den Vergleich für eine Hochschule: Particify kann beides — im Campus-Tarif auf Anfrage —, omul kann es für kein Geld.
Umstieg
Wie aufwendig ist der Wechsel von Particify?
Zwischen zwei quelloffenen Werkzeugen mit gehostetem Dienst ist der Wechsel technisch am einfachsten und inhaltlich am ehrlichsten zu beantworten: Es gibt keinen Importer, und es gibt auch keinen Grund zur Eile.
Fragen neu anlegen
omul liest keine Particify-Räume ein. Ein Deck mit zwanzig Fragen ist etwa eine Stunde Arbeit. Einen Datei-Importer bauen wir nicht als Nächstes; in Arbeit ist ein Skill, der omul an dein eigenes LLM anbindet — er ist noch nicht ausgeliefert.
Beide parallel nutzen
Beide haben einen gehosteten Gratis-Tarif. Ein Parallelbetrieb kostet keine zweite Lizenz und keinen eigenen Server. Für eine Hochschule, die Particify im Kursbetrieb hat, ist das der vernünftigere Weg als ein Wechsel.
Der Beitritt bleibt vertraut
Statt einer achtstelligen Raumnummer tippt dein Publikum einen sechsstelligen Code — oder scannt den QR-Code. Kein Konto, keine App, kein Erklärbedarf.
Prüfe zuerst SSO und LMS
Das ist der Punkt, an dem ein Wechsel scheitert und nicht die Formate. Hängt eure Anmeldung an Shibboleth, CAS oder LDAP, oder schreibt ihr Ergebnisse in Moodle zurück, dann kann omul das heute nicht ersetzen.
Fair bleiben
Wo Particify (noch) vorn liegt
Particify ist der stärkste Peer in diesem Vergleich, weil es dieselbe Haltung teilt — und wir sagen das ohne Zähneknirschen: Wir sind Fan von jedem, der sich für Particify entscheidet. Fünf Dinge kann es, die omul nicht kann:
Ein fertiger Gratis-Tarif mit Moderation
200 Teilnehmende pro Raum, unbegrenzt viele Räume und Fragenserien, Moderation inklusive — für 0 €, gehostet in Deutschland, heute benutzbar. omuls gehostetes Free ist ebenfalls 0 € und ohne Teilnehmer-Limit, aber ohne Moderation; Pro steht auf einer Warteliste. Wer einen Bezahltarif kaufen will, kann das bei Particify.
SSO für Hochschulen
Shibboleth, CAS und LDAP bietet Particify im Campus-Tarif und im Dienstleistungspaket an. omul hat gar kein SSO; es steht auf der Roadmap. In einer Hochschule ist das oft die erste Frage und nicht die letzte.
LMS-Anbindung
Moodle, ILIAS und Stud.IP nennt Particify ab dem Campus-Tarif, der Connector liegt offen im Quelltext-Projekt. omul hat keine Anbindung an Moodle, Canvas oder ILIAS — Ergebnisse verlassen omul als Tabelle oder PDF.
Moderiertes Q&A
Particify stellt Publikumsfragen moderiert und priorisiert dar, und zwar schon im Gratis-Tarif. omul sammelt Fragen und lässt sie vom Publikum bewerten, gibt sie aber nicht vor der Anzeige frei; die Anforderung ist im Produkt erfasst und nicht gebaut.
Verankerung in der Hochschullehre
Particify ist der ARSnova-Nachfolger aus der Technischen Hochschule Mittelhessen und an deutschen Hochschulen eingeführt. Diese Verankerung lässt sich nicht bauen, nur erarbeiten — omul ist jünger und hat sie nicht.
Häufige Fragen zum Vergleich
Was ist der Unterschied zwischen omul und Particify?
Beide sind quelloffen, selbst hostbar, in der EU beheimatet und lassen Teilnehmende ohne Konto beitreten — dort gibt es keinen Unterschied. Dieser Vergleich stellt die gehosteten Dienste gegeneinander. Particify Free kostet 0 € mit 200 Teilnehmenden pro Raum und Moderation; omuls gehostetes Free kostet 0 € ohne Teilnehmer-Limit und ohne Moderation. Particify nennt vier Bereiche — Umfragen, Quiz, Live-Q&A, Live-Feedback —, omul legt Ranking, 2×2-Matrix, Punkte-Verteilung, Schätzfragen und Pin-aufs-Bild dazu. Umgekehrt hat Particify SSO, eine LMS-Anbindung und moderiertes Q&A, die omul fehlen, und einen Bezahltarif, den man heute kaufen kann.
Ist Particify DSGVO-konform?
Die Particify GmbH sitzt in Gießen und unterliegt damit unmittelbar der DSGVO; die Produktseite sagt, alle Daten würden sicher auf Servern in Deutschland gespeichert. Anders als bei den US- und Drittland-Anbietern in diesem Vergleich stellt sich die Frage hier nicht als Streitpunkt. omuls gehostete Variante liegt in der EU.
Ist Particify wirklich Open Source?
Der Quelltext liegt öffentlich auf GitLab und das Projekt wird aktiv weiterentwickelt. Für den Web-Client weist GitLab die MIT-Lizenz aus; für das Server-Repository erkennt GitLab kein Lizenzdokument, und die README nennt nur „an open-source license“, ohne sie zu benennen. Wer für den Eigenbetrieb Rechtssicherheit über seine Rechte braucht, sollte danach fragen. omul liegt vollständig unter AGPLv3.
Was kostet der gehostete Dienst im Vergleich?
Particify veröffentlicht Listenpreise, getrennt für Bildungseinrichtungen (particify.de/de/preise) und Unternehmen (/de/preise/business). Free kostet 0 € und erlaubt 200 Teilnehmende pro Raum bei unbegrenzt vielen Räumen und Fragenserien, inklusive Moderation. Pro kostet 12 € pro Account und Monat in der Bildung und 18 € im Unternehmen, jährlich abgerechnet und zzgl. MwSt., erst ab fünf Accounts — also mindestens 720 € bzw. 1.080 € im Jahr — und hebt auf 500 Teilnehmende pro Raum. Campus bzw. Enterprise gibt es auf Anfrage. omuls gehostetes Free kostet 0 € ohne Teilnehmer-Limit; Pro steht mit 19 € pro Workspace und Monat auf der Preisseite und ist eine Warteliste. Unter 200 Teilnehmenden sind beide Gratis-Tarife 0 €; darüber liegen die Listenpreise für fünf Lehrende bei 720 € gegen 228 € geplant — und Particify Pro kann man heute kaufen, omul Pro nicht.
Was kostet Particify?
Particify veröffentlicht Listenpreise, getrennt für Bildungseinrichtungen (particify.de/de/preise) und Unternehmen (/de/preise/business). Free kostet 0 € und erlaubt 200 Teilnehmende pro Raum bei unbegrenzt vielen Räumen und Fragenserien, inklusive Moderation. Pro kostet 12 € pro Account und Monat in der Bildung und 18 € im Unternehmen, jährlich abgerechnet und zzgl. MwSt., erst ab fünf Accounts — also mindestens 720 € bzw. 1.080 € im Jahr — und hebt auf 500 Teilnehmende pro Raum. Campus bzw. Enterprise gibt es auf Anfrage, mit 1.000 Teilnehmenden, Branding, SSO und LMS-Anbindung. Wichtig für Gelegenheitsnutzer ist außerdem eine Klausel aus den Nutzungsbedingungen: Gastzugänge werden samt aller erstellten Räume nach einem halben Jahr Inaktivität automatisch gelöscht.
Wie viele Teilnehmende erlaubt Particify?
200 pro Raum im Gratis-Tarif, 500 in Pro und 1.000 in Campus bzw. Enterprise; die Zahl der Räume und Fragenserien ist in allen drei Stufen unbegrenzt. Bei omul setzt kein Tarif ein Limit. Für die meisten Lehrveranstaltungen reichen 200 Teilnehmende, und damit kosten beide gehosteten Gratis-Tarife nichts — Particify bringt in dem Fall die Moderation mit, omul nicht.
Hat Particify SSO?
Ja. Particify bietet die Anbindung an Shibboleth, CAS und LDAP an — die Verfahren, mit denen sich deutsche Hochschulen anmelden. Im gehosteten Dienst gehört SSO zum Campus- bzw. Enterprise-Tarif, der auf Anfrage kalkuliert wird; im Dienstleistungspaket richtet Particify es auf einer eigenen Instanz ein. omul hat heute kein SSO; es steht auf der Roadmap. Teilnehmende brauchen bei beiden Werkzeugen ohnehin kein Konto.
Sollte man von Particify zu omul wechseln?
Nicht ohne Grund. Wenn Particify bei euch läuft, eure Anmeldung über Shibboleth geht, Ergebnisse in Moodle landen oder ihr im Gratis-Tarif gut aufgehoben seid, dann nicht — wir sind ehrlich Fan von jedem, der sich für Particify entscheidet. Ein Wechsel lohnt sich, wenn du Formate brauchst, die Particify nicht hat — Ranking, 2×2-Matrix, Punkte-Verteilung, Schätzfragen, Pin-aufs-Bild — oder kein Teilnehmer-Limit in den Tarif gehören soll. Weil beide einen gehosteten Gratis-Tarif haben, kostet ein Parallelbetrieb keine zweite Lizenz.
Belege
Quellen
Jede Zahl auf dieser Seite stammt von einer öffentlich zugänglichen Seite des Anbieters. Hier steht, von welcher — und wann wir sie zuletzt geöffnet haben. Anbieter ändern ihre Preise; wenn eine Angabe nicht mehr stimmt, schreib uns.
- Particify — Preise für Bildungseinrichtungen (Free, Pro, Campus)geprüft am 08.09.2026
- Particify — Preise für Unternehmen (Free, Pro, Enterprise)geprüft am 08.09.2026
- Particify — Dienstleistungen (gehostete Instanz, SSO, Branding)geprüft am 08.09.2026
- Particify — Funktionsübersicht (Umfragen, Quiz, Live-Q&A, Live-Feedback)geprüft am 08.09.2026
- ARSnova Server — Quelltext und Produktions-Compose-Dateigeprüft am 08.09.2026
- Particify — Umfragen im Detail (die zitierten Frageformate)geprüft am 08.09.2026
- Particify — Nutzungsbedingungen Free (Löschung nach einem halben Jahr Inaktivität)geprüft am 08.09.2026
- Particify — Übersicht der Bedingungen (Free, Enterprise SaaS, Enterprise On-Premise)geprüft am 08.09.2026
Weitere Alternativen
Alle Vergleiche ansehen- Mentimeter AlternativeDer Marktführer, europäisch und ausgereift — aber geschlossen, nicht selbst hostbar und pro vortragender Person abgerechnet.
- Slido AlternativeAusgereiftes Q&A, tief in Webex und Teams — aber geschlossen, nur jährlich abrechenbar und mit hartem Gratis-Limit.
- AhaSlides AlternativeDer günstigste Anbieter im Feld — aber singapurischer Betreiber, AWS-Regionen in der EU und den USA, kein Self-Hosting.
Selbst überzeugen
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Keine Kreditkarte · Self-Hosting kostenlos · Open Source (AGPLv3)





